Der Druckguss für Medizinprodukt-Komponenten erfordert Materialien, die Korrosionsbeständigkeit, Biokompatibilität, Präzision und konstante mechanische Leistung bieten. Diese Komponenten dienen häufig in Gehäusen für nicht-invasive Geräte, Strukturelementen und Stützrahmen und müssen Standards wie ISO 13485, ASTM B85 und RoHS-Richtlinien entsprechen. Während direkt implantierbare Teile typischerweise CNC- oder additive Verfahren verwenden, bleibt Druckguss für externe und strukturelle medizinische Komponenten entscheidend.
Aluminium-Druckguss ist aufgrund seiner Leichtigkeit, Wärmeleitfähigkeit und einfachen Sterilisierbarkeit die häufigste Wahl:
A360: Bietet hervorragende Korrosionsbeständigkeit und Druckdichtheit, ideal für Gerätegehäuse und Elektronikgehäuse.
A413: Bekannt für überlegene Fließfähigkeit, ermöglicht das Gießen von dünnwandigen und komplexen Geometrien, wie sie in tragbaren medizinischen Einheiten üblich sind.
AlSi10Mg (EN AC-43500): Bietet ein Gleichgewicht aus Festigkeit, Gießbarkeit und moderater Korrosionsbeständigkeit.
Diese Materialien erfüllen die ASTM B85- und ISO 8062-Standards und sind mit Oberflächenbehandlungen wie Eloxieren oder Pulverbeschichtung kompatibel, um Reinheit und Oberflächenstabilität zu verbessern.
Zink-Druckguss bietet eine ausgezeichnete Maßhaltigkeit und ist daher ideal für präzisionsgepasste Komponenten in Geräten wie Diagnoseinstrumenten:
Zamak 3: Hohe Maßstabilität und gute Oberflächengüte machen es geeignet für Knöpfe, Stecker und Gehäuse.
Zamak 5: Bietet höhere Festigkeit und Verschleißbeständigkeit, nützlich für bewegliche Teile oder Strukturkonsolen.
Zinklegierungen sind ebenfalls RoHS-konform und ermöglichen Feinbearbeitung ohne Nachbearbeitung.
Für Teile, die höhere elektrische oder thermische Leitfähigkeit erfordern, wählen Sie Kupfer-Druckguss-Optionen wie:
Messing 360: Hervorragende Bearbeitbarkeit und Festigkeit für langlebige Komponenten wie Klemmen und Steckverbinder.
C18200: Bietet hohe Leitfähigkeit und Oxidationsbeständigkeit, anwendbar in leistungsbezogener medizinischer Ausrüstung.
Um Ihr Medizinproduktprogramm zu unterstützen, empfehlen wir:
Materialberatung und Werkzeugbau
Werkzeug- und Formenbau: Präzisionswerkzeuge für die konsistente Produktion hochtoleranter medizinischer Teile.
Gussmaterialauswahl: Hilft bei der Identifizierung von RoHS-konformen und korrosionsbeständigen Legierungen basierend auf den Geräteanforderungen.
Prototypen- und Pilotvalidierung
Rapid Prototyping: Validieren Sie Designs und Passform frühzeitig mit funktionalen Gussversuchen.
Nachbearbeitung und Veredelung
Nachbearbeitung für Druckgussteile: Umfasst Lackieren, Eloxieren und Entgraten, um Hygiene- und Ästhetikstandards zu erfüllen.
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