Maskieren vor dem Plasma-Eloxieren betrifft vier Merkmale an einem Rahmen für Roboter-Exoskelette: Gewinde, Passungen, Massepunkte und Bezüge. Die Schicht wächst aus dem Aluminium heraus, eine maskierte Fläche ist also Metall, das Metall bleiben muss. Nennen Sie die vier, bevor das Teil ins Bad geht, denn jede Reparatur kostet mehr als die Maskierung.
Plasma-Eloxieren wandelt das Grundmaterial in Oxid um, ohne galvanische Unterschicht, deshalb verschiebt sich die Oberfläche, statt eine Schicht aufzunehmen, die sich abziehen ließe. Maskiert wird Fläche für Fläche. Ein Gewinde mit Schicht auf den Flanken nimmt die Schraube nicht mehr auf. Eine Passfläche mit Schicht erreicht das Ziel von ±0,02 mm nicht mehr; an einem Rahmen aus ADC12 nach ASTM B85 gilt dieses Ziel für den Montagesitz.
Ein Massepunkt braucht blankes Metall unter dem Kabelschuh, ein Bezug braucht eine bearbeitete Fläche für die nächste Aufspannung. Die Tabelle stellt jedem Merkmal den Fehler gegenüber, den es verursacht, und die Prüfung, die ihn findet.
Maskiertes Merkmal | Fehler ohne Maskierung | Methode | Prüfung nach dem Beschichten |
|---|---|---|---|
Gewinde | Schraube greift nicht in den Flankendurchmesser | Stopfen oder Kappe bis auf Tiefe | Gut-/Ausschuss-Lehre auf volle Tiefe |
Passfläche | Sitz von ±0,02 mm wandert um die Schicht | Klebeband oder Lack, Kante auf der Zeichnung | Schichtdickenmessgerät und KMG-Punkte |
Massepunkt | Kabelschuh liegt auf Oxid | Klebeband oder wiederverwendbarer Stopfen | blankes Metall vor dem Kabelschuh geprüft |
Bezug | nächste Aufspannung richtet sich am Oxid aus | Klebeband, Bezugssymbol bleibt frei | Bezugsfläche blank geprüft |
Die Liste endet bei vier. Blankes Metall ist ungeschütztes Metall, deshalb tauscht eine Maskierung aller bearbeiteten Flächen das Passungsproblem gegen ein Korrosionsproblem an Flächen ein, die nie etwas berühren.
Der Ablauf legt das Plasma-Eloxieren hinter die CNC-Bearbeitung und vor die Endkontrolle, die Maskierung läuft im Beschichtungsschritt mit. Am fertigen Teil hält nichts fest, welche Flächen maskiert waren. Ein beschichtetes Gewinde sieht noch wie ein Gewinde aus, eine beschichtete Bezugsfläche noch wie eine ebene Fläche, deshalb geht ein Teil durch eine Prüfung, die auf das Aussehen der Schicht achtet.
In der Montage klemmt die Schraube, bevor das Drehmoment erreicht ist, ein Sitz von ±0,02 mm steht um die Schicht höher, und der Kabelschuh der Masse trifft auf Oxid. Die Charge liegt schon an der Linie, wenn die Frage nach der blanken Fläche zum ersten Mal gestellt wird.
Ein Fehler an einer Fläche, die in der Montage niemand anfasst, bleibt länger verborgen, oft bis zur nächsten Aufspannung oder bis zur Vorrichtung weiter unten in der Linie. Darum gehört die Lehrenprüfung vor die Montage, nicht an das stehende Band.
Zwei Methoden decken die vier Punkte ab. Gewinde bekommen Stopfen oder Kappen, die auf Tiefe sitzen. Flächen und Bezüge bekommen Klebeband oder Lack, mit der Kante auf der Zeichnung. Jede Methode versagt auf ihre Weise: ein Stopfen, der sich löst, oder ein Klebeband, das an der Kante hochgeht und die Schicht unter die Abgrenzung kriechen lässt.
Aufreiben ist die Reparatur für ein beschichtetes Gewinde, und es schneidet Schicht von den Flanken ab, zusammen mit Metall. Die Lehre geht danach vielleicht wieder durch. Der Gewindeeingriff ist jetzt kleiner als in der Zeichnung verlangt, das aufgeriebene Gewinde ist also ein Zugeständnis, das ins Protokoll gehört. Eine beschichtete Passfläche hat keine solche Reparatur, denn wer Schicht von einer Fläche abträgt, verschiebt genau die Fläche, auf der ±0,02 mm gemessen wurden.
Führen Sie die Gut-/Ausschuss-Lehre nach dem Plasma-Eloxieren und vor der Montage über die volle Gewindetiefe, und lesen Sie das Schichtdickenmessgerät neben der Maskierung ab, um zu bestätigen, dass die Kante gehalten hat. Der Sitz von ±0,02 mm bekommt KMG-Punkte, wo die Zeichnung sie verlangt. Wiederholen Sie das je Charge, denn Maskieren ist ein Handgriff, den die Fertigung hunderte Male ausführt.
Eine Lehre, die schleift, heißt: Maskierliste oder Stopfenmethode stimmen nicht. Halten Sie an und prüfen Sie die Charge, denn dieselbe Anweisung hat jedes Teil dahinter erzeugt. Zwei Bohrungen, die sauber durchgehen, belegen nichts.
Wer die Lehre überspringt, verlegt die Prüfung an die Montagelinie; dort kostet ein Gewinde, das nicht passt, eine Demontage und eine neue Reinigung.
Vier Zeilen auf der Zeichnung tragen die Entscheidung: das Merkmal, die Kante der Maskierung, die Methode und die Prüfung nach dem Beschichten. Sie gehören in die Notizen zur Nachbearbeitung, und die Bestellung wiederholt sie. Ein Anruf beim Beschichter ist keine Spezifikation, denn der Betrieb maskiert, was auf dem Blatt steht, und füllt den Rest aus Gewohnheit.
Eine Zeichnung, auf der nur „Gewinde maskieren“ steht, überlässt drei Punkte dem Zufall, und die zurückkommende Charge besteht die Gewindelehre und scheitert am Sitz. Schicken Sie die vier Zeilen mit der Zeichnung, und verlangen Sie die Lehrenprotokolle mit der ersten Charge.