Eine Pore ist eine Gießpore, die das Polierrad geöffnet hat. Ein Ring aus Zamak 5 nach ASTM B86 AC41A verliert beim Polieren 0,02–0,05 mm Haut, und wo die Haut dünn über einer Pore lag, wird die Pore zum sichtbaren Krater — beim Trommeln und Polieren.
Der Ring ist 1,8 mm hoch und 1,5–1,8 mm dick, also liegt wenig Metall zwischen Oberfläche und Gussinnerem. Eine Pore knapp unter der Haut ist nach dem Guss unsichtbar und nach dem ersten Poliergang offensichtlich.
Weil die Pore vorher einen Deckel hat. Die Gusshaut ist dichter als das Metall dahinter, und eine Pore, die wenige Hundertstel unter der Oberfläche endet, ist von dieser Haut bedeckt.
Die Scheibe schneidet den Deckel ab. Ist die dichte Schicht weg, ist die Pore ein offener Krater mit dunklem Grund, und der Krater reflektiert anders als die polierte Umgebung.
Dieselbe Pore erscheint nach der Galvanik erneut. Die Schicht überbrückt eine kleine Öffnung, aber ein Krater tiefer als die Schicht bleibt sichtbar, und über einer Pore mit Säurerest kann eine Blase entstehen.
Von Gas und Schwindung, die der Guss vor dem Erstarren nicht loswurde. In einem dünnen Ring erstarrt das letzte Metall am Ende der Füllung, und dort sammeln sich die Poren.
Anguss- und Überlaufposition entscheiden, wo dieses letzte Metall landet. Dieser Ring nutzt einen Ringanguss mit Überläufen am Außendurchmesser, sodass die Füllung von innen kommt und das kalte Metall nach außen geht.
Schmelzen- und Werkzeugtemperatur entscheiden, wie viel Gas im Metall bleibt. 400–420 °C Schmelze und 150–180 °C Werkzeug sind das übliche Fenster für Zamak 5; außerhalb bleibt mehr Gas im Guss.
Visuell, mit 10-facher Lupe, am polierten Ring unter definiertem Licht. Beurteilt wird nicht die Zahl aller Poren, sondern ob bei der vereinbarten Vergrößerung auf der Sichtfläche eine Pore sichtbar ist.
Die Praxis ist ein Erstmusterstandard: Der Kunde zeichnet einen Ring ab, und spätere Chargen werden unter gleichem Licht und gleicher Lupe damit verglichen. Ohne diesen Standard streiten zwei Prüfer über denselben Ring.
Die Sichtfläche zählt mehr als die verdeckte. Ein Ring hat eine Seite zum Träger und eine zum Gehäuse, und die Zeichnung muss sagen, welche Seite die Abnahme abdeckt.
Nein. Polieren trägt Metall an der Oberfläche ab; die Pore ist ein Loch darunter, und mehr Abtrag macht das Loch breiter statt flacher.
Zusätzliches Polieren verbraucht auch das Ebenheitsbudget von 0,03 mm. Ein nachpolierter Ring verliert die Ebenheit derselben Fläche und fällt auf der Messplatte durch.
Die Rettung, wenn es sie gibt, liegt im Guss: die Füllung so ändern, dass die Pore nicht unter der Sichtfläche sitzt. Ist der Ring poliert und liegt auf der Bank, ist die Pore eine Ausschussentscheidung und keine Nacharbeit.
Vier Einstellungen und ein Layout: Schmelzentemperatur, Werkzeugtemperatur, Nachdruck, Zykluszeit und die Lage von Anguss und Überläufen. Das sind die Größen, die eine Gießerei ohne Änderung der Ringgeometrie bewegen kann.
Den Ausschlag für die Hautdichte gibt der Druck. Höherer Nachdruck presst das Metall an die Formwand, bevor der Anguss erstarrt, und eine dichtere Haut bedeutet weniger Poren nach dem Polieren.
Das Layout wirkt genauso. Ein verschobener Überlauf ändert, wo das letzte Metall erstarrt; ein verschobener Anguss ändert, wo das heiße Metall eintritt. Beides kann eine Pore von der Sichtfläche wegbewegen, ohne eine Toleranz zu ändern.
| Einstellung | Ziel | Bereich | Prüfung |
|---|---|---|---|
| Schmelzentemperatur | 410 °C | 400–420 °C | Thermoelement im Ofen |
| Werkzeugtemperatur | 165 °C | 150–180 °C | Temperaturmessung am Werkzeug |
| Nachdruck | 25 MPa | 20–30 MPa | Maschineneinstellung |
| Zykluszeit | 25 s | 20–30 s | Maschineneinstellung |
| Anguss und Überlauf | Ringanguss, Überlauf am Außendurchmesser | Designziel | Werkzeugzeichnung |
Sichtflächenstandard und Vergrößerung zusammen senden; dann lassen sich die Güsseinstellungen gegen ein Polierergebnis anbieten, und Druckguss und Polieren werden zu derselben Abnahme kalkuliert.