ΔE 1 hält nicht durch das Auge, sondern durch drei Festlegungen vor dem Bad: ein Schichtaufbau, ein Kundenmuster, ein Messpunkt. ΔE ist ein Farbabstand, kein Farbname, und wird am beschichteten Ring gemessen — in der Nachbearbeitung, nicht am Bildschirm.
Ein Ring aus Zamak 5 nach ASTM B86 AC41A kann dieselben drei Schichten tragen wie die Vorcharge und trotzdem anders messen, weil die Farbe einer beschichteten Fläche aus der obersten Schicht und den Schichten darunter kommt.
Weil die Chromschicht unterschiedlich dick ist. Oben liegen 0,1–0,3 µm Chrom über 10–15 µm Nickel und 8–12 µm Kupfer, und die sichtbare Farbe sitzt in dieser dünnen Deckschicht.
Wo das Chrom dünn läuft, scheint das Nickel durch und der Ring wirkt wärmer; wo es dick läuft, wirkt er kühler und dunkler. Beide Ringe können innerhalb von 18–27 µm liegen und trotzdem an den entgegengesetzten Enden des Farbbands stehen.
Die Oberflächenrauheit verschiebt zusätzlich. Ein Ring, der auf eine andere Rauheit poliert wurde, streut das Licht anders, und das Farbmessgerät liest das als Farbabstand, obwohl die Schicht identisch ist.
Mit einem Farbmessgerät, gegen das Muster, bei festgelegtem Licht und festgelegtem Messpunkt am Ring. ΔE ist der Abstand zweier Farben im gleichabständigen Farbraum, und 1 ist etwa die Stelle, an der ein geübtes Auge einen Unterschied zu sehen beginnt.
Bezug ist das Muster, nicht das Foto. Bildschirm und Ausdruck tragen ihren eigenen Farbstich, und ein gegen ein Foto freigegebener Ring ist gegen den Fotografen freigegeben.
Der Messwert gehört in den Erstmusterbericht, mit Musternummer, Gerät und Messstelle. Ein Ring an der Planfläche und einer am Radius sind zwei Messwerte; die Zeichnung muss sagen, welcher zählt.
Weil die Stromdichte über dem Gestell nicht gleichmäßig ist. Teile am Rand sehen einen anderen Strom als Teile in der Mitte, und Chrom zeigt als dünnste Schicht den Unterschied zuerst.
Die Geometrie verstärkt das. Ein Ring hat innen und außen; innen zeigt zum Gestell, außen zum Bad, und beide Flächen wachsen unterschiedlich schnell, auch am selben Teil.
Die Gegenmaßnahme ist Gestellbau und Teileausrichtung, nicht ein längeres Bad. Mehr Zeit beschichtet alles dicker, auch die Stellen, die schon am oberen Rand lagen, und die Streuung bleibt.
Erstmuster, Muster und Pressversuch. Eine neue Farbe heißt ein neues Ziel für die Deckschicht, und der Presssitz, der auf dem alten Aufbau zugesagt wurde, muss auf dem neuen erneut geprüft werden.
Der Schichtaufbau wandert mit der Farbe. Ein wärmerer Ton kann eine andere Nickeldicke brauchen, und die ändert die Summe, damit die Bohrung und den Presssitz.
Deshalb wird ein Farbwechsel als neues Erstmuster angeboten, nicht als Farbtausch. Die Geometrie des Rings bleibt, die beschichteten Maße nicht.
Musternummer, ΔE ≤ 1, Messpunkt, Lichtquelle und der Schichtaufbau, der die Farbe erzeugt. Fünf Punkte machen aus einer Diskussion einen Messwert.
Der Aufbau gehört dazu, weil er das Rezept der Farbe ist. Kupfer 8–12, Nickel 10–15 und Chrom 0,1–0,3 µm sind Dickebereiche, und die Farbe liegt in ihrer Balance, nicht im Chrom allein.
Zuletzt die Stufe. Wird ΔE nach der Galvanik gelesen, muss das auf der Zeichnung stehen; ein Wert am Rohring sagt nichts über das beschichtete Teil. Muster mit den vier Angaben senden, dann lässt sich die Farbe gegen eine Zahl anbieten.
| Merkmal | Ziel | Bereich | Prüfung |
|---|---|---|---|
| Farbabstand | ΔE ≤ 1 | ≤ 1 gegen das Kundenmuster | Farbmessgerät, Messpunkt |
| Chrom | 0,2 µm | 0,1–0,3 µm | Röntgenschichtmessung |
| Nickel | 12,5 µm | 10–15 µm | Röntgenschichtmessung |
| Kupfer | 10 µm | 8–12 µm | Röntgenschichtmessung |
| Gesamtschicht | 21 µm | 18–27 µm | Summe der drei Schichten |
Derselbe Aufbau trägt auch den Presssitz, also öffnet ein Farbwechsel die Passungsfrage neu; geprüft wird an der Bohrung vor der Galvanik und am Prüfgehäuse, nicht am Farbmuster.