Kronenaussparungen fallen ein, weil das Polierrad auf eine 0,9–1,2 mm dünne Wand trifft und sie rundet. Wird die Aussparung nach dem Polieren gefräst und der dünnen Flanke gesagt, sie nicht anzufassen, bleibt die Ecke eckig; Gleitschleifen und Handpolitur laufen vor diesem Schnitt.
Die Wand neben der Aussparung ist bei einem Zamak-5-Gehäuse nach ASTM B86 AC41A ein Ziel von 0,9–1,2 mm. Die Kronenbohrung durch sie ist Ø3,0 mm, obere Abweichung 0,05 mm, untere 0. Die Aussparung öffnet bei 3 Uhr, wo die Kronentube ins Gehäuse tritt.
Bei dieser Wandstärke bewegt sich die Wand, wenn das Polierrad drückt. Das Rad überspannt die Öffnung, die Kante darunter hat nichts hinter sich, und die Ecke gibt nach, bevor Metall geschnitten wird.
Die Form zu ändern ist nicht der einzige Weg: Bleibt die Aussparung zum Fräsen nach dem Polieren, entsteht der Einfall durch Handpolitur um die dünne Kante. Aussparung versetzen oder Wand verdicken kostet einmal, muss aber nicht allein gegen den Einfall bezahlt werden.
Ein Polierrad ist weich und folgt der vorgegebenen Form, also legt es sich um die Ecke, statt sie quadratisch zu schneiden. Der Druck sammelt sich am höchsten Punkt, der Ecke der Aussparung, und eine 0,9-mm-Flanke setzt dem Rad nichts entgegen.
Aus der im Plan genannten quadratischen Ecke wird ein Radius, den das Rad bestimmt. Die Kronentube sitzt dann auf einer Fläche, die nicht mehr passt, und beim Einsetzen zeigt sich der Spalt.
Nacharbeit heißt hier, ein fertiges Gehäuse neu zu polieren; ein Gehäuse, das die Galvaniklinie passiert hat, lässt sich ohne Abbeizen nicht polieren. Das Abbeizen ist der Preis dafür, die Aussparung spät zu finden.
Weil nur der Schnitt die Ecke zurückbringt. Die Aussparung wird im CNC-Schritt gefräst, der nach dem Polieren kommt, also entsteht die Geometrie, nachdem das Rad darüber lief.
Der Überlauf sitzt bei 3 Uhr beidseits der Aussparung, als Tasche für das kalte Ende des Schusses, deshalb trägt die Gusskante dort zusätzliches Metall. Der Fräser nimmt es ab, und die Ecke, die bleibt, ist geschnitten statt radgeformt.
Der Zusatz ist die CNC-Aufspannung nach dem Polieren, mit Sitz, beiden Bandanstößen und Aussparung in einem Setup, nicht eine zweite Aufspannung nur für die Aussparung; deshalb hat ein Gehäuse mit Aussparung einen längeren Weg als ein glattes. Ein Angebot ohne diesen Schnitt bepreist ein anderes Teil.
Der Meister kommt auf einen Profilprojektor, ein optisches Gerät, das den Kantenumriss abtastet, und wird an der Aussparung und an der Wand daneben gelesen. Der Meister ist das signierte Erstmuster, nicht die Zeichnung.
Eine Sichtprüfung unter der D65-Lichtbox findet Farbe und Politur, keinen Kantenradius. Der Projektor macht aus „sieht gut aus“ eine Zahl, die angenommen oder abgelehnt werden kann.
Wer das Erstmuster signiert, trägt das Aussehensrisiko, und diese Unterschrift ist der Maßstab für den Rest der Bestellung. Eine Freigabe ohne Projektormessung überlässt die Ecke der Meinung.
Welche Kante er nicht anfassen darf, und diese Anweisung gehört in die Anfrage, nicht ins Telefonat. Die Flanken der Aussparung sind die dünne Stelle, und ein Rad, das sie überfährt, rundet die Ecke, die der Fräser gleich schneiden soll.
Dieselbe Notiz nennt die Sichtfläche und den Poliergrad, weil Gleitschleifen und Handpolitur dort beurteilt werden. Wer nur „Gehäuse polieren“ hört, behandelt die Aussparung wie jede andere Kante.
„Dünne Flanke nicht berühren“ in die Anfrage zu schreiben kostet nichts; nach der ersten Charge ist es der zweite Durchgang beim Lohnfinisher, und der Termin trägt ihn.
Merkmal | Ziel | Zulässiger Bereich | Prüfmittel |
|---|---|---|---|
Wand neben der Aussparung | 0,9 mm | 0,9–1,2 mm | Schliff und Bildmessung |
Kronenbohrung | Ø3,0 mm | Ø3,00–Ø3,05 mm | Grenzlehrdorn |
Ecke der Aussparung | Quadratisch zum Meister | Meisterkontur | Profilprojektor |
Sichtfläche | Politur nach Meister | Deckungsgleich mit dem Meister | D65-Lichtbox |
Lage der Aussparung, Meister und die Anweisung, die dünne Flanke nicht zu berühren, mit der Anfrage senden.