Die Korrosionsbeständigkeit von anodisierten Druckgussteilen in Salzsprühprüfungen (ASTM B117) wird hauptsächlich durch die Dicke und die Versiegelungsqualität der anodisierten Schicht bestimmt. Bei Standard-Anodisierung von Aluminium-Druckgussteilen liegt ein gängiger Leistungsmaßstab darin, 96 bis 120 Stunden ohne sichtbare Korrosion des Grundmaterials (weißer oder roter Rost) zu erreichen. Dieses Schutzniveau ist für viele Anwendungen in der Unterhaltungselektronik, für Innenbauteile und allgemeine industrielle Anwendungen ausreichend.
Mehrere Schlüsselfaktoren beeinflussen direkt das Endergebnis:
Dicke der Anodisierschicht: Dies ist die kritischste Variable. Eine Standard-Dekoranodisierung von 5-15 µm bietet in der Regel die 96-120 Stunden Schutz. Für rauere Umgebungen, wie in der Automobil- oder Marinebranche, wird ein Hart- oder Arc-Anodisieren verwendet, um eine Schicht von 25-50 µm oder mehr aufzubauen. Diese dickeren Schichten erreichen zuverlässig 500 bis 1000+ Stunden in Salzsprühprüfungen.
Versiegelungsqualität: Die Poren der neu gebildeten anodischen Schicht müssen versiegelt werden, um das Eindringen von korrosiven Stoffen zu verhindern. Eine ordnungsgemäße Versiegelung in heißem Wasser oder mit Zusätzen ist entscheidend, um die theoretische Schutzwirkung der Schichtdicke zu erreichen.
Substratlegierung: Das Grundmaterial hat erheblichen Einfluss auf die Gleichmäßigkeit und Schutzwirkung der anodisierten Beschichtung. Hochreine Legierungen eignen sich ideal für die Anodisierung. Übliche Druckgusslegierungen wie A380 und ADC12 können zwar anodisiert werden, aber ihr hoher Siliziumgehalt (7,5-9,5 %) erzeugt ein Silizium-Phasen-Netzwerk, das die anodische Schicht unterbricht, wodurch eine dunklere, weniger gleichmäßige Beschichtung entsteht, die anfälliger für Lochfraß sein kann. Für überlegene Korrosionsbeständigkeit empfehlen wir die Verwendung einer Druckguss-Aluminiumlegierung mit niedrigerem Siliziumgehalt, wie z. B. A360, sofern der Gussprozess dies zulässt.
Für Projekte, die maximale Korrosionsbeständigkeit erfordern, ist ein systematischer Ingenieursansatz notwendig. Dieser beginnt mit unserem Design-Service für Druckgussteile, der Geometrien minimiert, in denen Flüssigkeit eingeschlossen werden kann, und die optimale Legierung spezifiziert. Unser Engineering-Team für Druckgussteile entwirft dann das Werkzeug und die Matrize, um Gussteile mit einer hochwertigen Oberfläche zu produzieren, die für eine konsistente anodische Schicht entscheidend ist. Schließlich wird eine dicke Hartanodisierung spezifiziert, und der Versiegelungsprozess wird durch Querschnittsanalyse und Salzsprühprüfung von Mustern validiert. Dieser umfassende Ansatz stellt sicher, dass wir die strengen Anforderungen für Komponenten in der Automobilindustrie und anderen anspruchsvollen Bereichen erfüllen.