Die Kosten für Arc Anodizing werden von einer Kombination aus technischen Prozessparametern, Teilemerkmalen und betrieblichen Faktoren beeinflusst. Die wichtigsten Einflussgrößen hängen direkt mit dem erheblichen Energie- und Zeitaufwand zusammen, der erforderlich ist, um die dicke, funktionale Keramikbeschichtung zu erzeugen.
Dies ist der direkteste Kostenfaktor. Die Beziehung zwischen Beschichtungsdicke und Prozesszeit ist nicht linear; das Erreichen größerer Dicken erfordert exponentiell längere Prozesszeiten, da die Wachstumsraten abnehmen, je dicker die isolierende Schicht wird.
Zieldicke: Eine Standard-Spezifikation von 50 µm (2 mils) hat Basiskosten. Die Spezifizierung einer dickeren Beschichtung für anspruchsvollere Anwendungen (z. B. 75–100 µm) erhöht die Kosten erheblich, da das Bauteil länger im Elektrolytbad unter hoher elektrischer Last verbleiben muss.
Elektrischer Energieverbrauch: Der Prozess arbeitet über längere Zeiträume bei hohen Spannungen und Strömen. Der Stromverbrauch ist ein wesentlicher Bestandteil der Betriebskosten, und längere Zykluszeiten führen direkt zu höheren Energiekosten.
Die "Rechnung" für Arc Anodizing basiert weitgehend auf der zu beschichtenden Gesamtoberfläche.
Gesamtoberfläche: Ein größeres Bauteil oder eine Charge kleinerer Teile mit hoher Gesamtoberfläche verbraucht mehr Elektrolyt und Energie als ein einzelnes, kleines Bauteil.
Geometrische Komplexität: Teile mit tiefen Vertiefungen, Sacklöchern oder komplexen inneren Kanälen stellen eine Herausforderung dar. Der Prozess verfügt über eine gewisse "Throwing Power", aber um eine gleichmäßige Beschichtungsdicke in schwer zugänglichen Bereichen zu gewährleisten, sind möglicherweise spezielle Vorrichtungen, längere Prozesszeiten oder ein höherer Materialeinsatz erforderlich, was die Kosten erhöht.
Die Wahl der Aluminiumlegierung beeinflusst sowohl die Prozesseffizienz als auch das Endergebnis und damit die Kosten.
Legierungskompatibilität: Wie bereits erläutert, anodisiert eine A360-Legierung effizienter und gleichmäßiger als eine hochsiliziumhaltige Legierung wie A380. Wird eine schlecht anodisierende Legierung verwendet, kann das Erreichen einer zufriedenstellenden Beschichtung längere Zeiten erfordern oder zu höheren Ausschussraten führen, wodurch die effektiven Kosten steigen.
Oberflächenzustand: Teile, die umfangreiche Post Machining oder Reinigung erfordern, um Verunreinigungen, Oxide oder Trennmittel aus dem Die Casting-Prozess zu entfernen, verursachen zusätzliche Vorbereitungskosten, bevor das Anodisieren überhaupt beginnen kann.
Maskierung: Müssen bestimmte Bereiche des Teils unbeschichtet bleiben (z. B. für elektrische Kontakte oder Präzisionsgewinde), ist eine arbeitsintensive Maskierung erforderlich, die Kosten hinzufügt.
Qualitätskontrolle und Tests: Das Einhalten strenger Spezifikationen für hochzuverlässige Industrien erfordert rigorose Post Process-Inspektionen. Kosten- und zeitintensive Prüfungen wie Querschnittsanalysen, Salzsprühprüfungen und Härteüberprüfungen tragen erheblich zu den Gesamtkosten bei, sind jedoch für kritische Anwendungen unverzichtbar.