Die Kompatibilität von Aluminiumlegierungen mit Arc Anodizing wird primär durch ihre chemische Zusammensetzung bestimmt, wobei Silizium-, Kupfer- und Eisenanteile die kritischsten Faktoren sind. Legierungen mit geringeren Anteilen dieser Elemente liefern durchgehend bessere Ergebnisse, gekennzeichnet durch eine dickere, dichtere, gleichmäßigere und kosmetisch akzeptable keramische Oxidschicht.
Für die beste Leistung beim Arc Anodizing eignen sich Schmiedellegierungen aus den 5xxx- und 6xxx-Serien. Diese sind in Hochdruck-Druckgießprozessen weniger verbreitet, werden jedoch oft für bearbeitete Komponenten oder Kleinserienverfahren verwendet, die von einer harten Beschichtung profitieren.
6061 (A96061): Diese Legierung gilt als Benchmark für hochwertige Anodisierungen. Ihr niedriger Kupfergehalt und das ausgewogene Magnesium-Silizium-Verhältnis führen zu einer klaren, harten und gleichmäßigen Beschichtung mit ausgezeichneter Korrosions- und Verschleißbeständigkeit.
5052: Als nicht-härtbare Legierung mit hauptsächlich Magnesium als Hauptlegierungselement ergibt sie eine saubere, gleichmäßige Oberfläche mit sehr guten Beschichtungseigenschaften.
Im Kontext des Druckgießens wählen wir spezifische Aluminium-Druckgusslegierungen aus, die ein optimales Gleichgewicht zwischen Gießbarkeit und Anodisierbarkeit bieten. Die besten Optionen sind:
A360: Allgemein die am besten geeignete Druckgusslegierung für Anodisieren. Mit relativ geringem Siliziumgehalt (ca. 9,5 %) minimiert sie die Störungen durch nicht-oxidierte Siliziumpartikel und ermöglicht eine kontinuierlichere und schützende Oxidschicht.
A413: Diese Legierung ist ebenfalls für ihre guten Anodisiermerkmale bekannt, dank hoher Reinheit und kontrollierter Zusammensetzung, was sie zu einer geeigneten Alternative für Komponenten mit hochwertigen Oberflächenanforderungen macht.
Viele der gängigsten und stark gießbaren Druckgusslegierungen stellen beim Arc Anodizing erhebliche Herausforderungen dar und sollten sorgfältig auf nicht-kosmetische Anwendungen geprüft werden.
A380 / ADC12: Diese Silizium-reichen (7,5–9,5 % Si) und eisenhaltigen Legierungen sind branchenüblich, eignen sich jedoch schlecht für Anodisieren. Der hohe Siliziumgehalt führt zu einer dunkelgrauen bis schwarzen, gefleckten Oberfläche und einer poröseren, weniger kontinuierlichen Beschichtung, die die maximale Korrosions- und Verschleißbeständigkeit beeinträchtigt.
Legierungen mit hohem Kupfergehalt (z. B. A319): Ein Kupferanteil über ca. 1 % verschlechtert die Korrosionsbeständigkeit der anodischen Schicht erheblich. Kupferreiche intermetallische Phasen oxidieren unterschiedlich schnell, was zu einer ungleichmäßigen Beschichtung mit inhärenten Schwachstellen führt, die anfällig für Lochkorrosion ist.
Die Wahl der richtigen Legierung ist ein grundlegender Schritt in unserem Die Castings Design Service. Wenn eine Komponente die hohe Verschleißfestigkeit des Arc Anodizing erfordert, empfehlen wir dringend, von Anfang an auf eine kompatible Legierung wie A360 zu setzen. Unser Die Castings Engineering-Team optimiert dann die Werkzeug- und Formenentwicklung sowie die Prozessparameter, um die Gussintegrität zu gewährleisten und eine leistungsfähige Beschichtung zu ermöglichen, während kosmetische und funktionale Probleme mit weniger kompatiblen Materialien vermieden werden.