Die Kosten für Arc-Anodizing hängen weniger vom Rohmetallpreis ab, sondern vielmehr von der Prozesseffizienz, dem Energieverbrauch und den technischen Herausforderungen, die mit bestimmten Materialien verbunden sind. Obwohl Aluminium das am häufigsten verwendete Substrat ist, können die Kosten erheblich variieren, wobei bestimmte Nicht-Aluminium-Metalle und spezielle Aluminiumlegierungen höhere Preise verursachen.
Die höchsten Kosten entstehen typischerweise bei Materialien, die schwer zu verarbeiten sind oder spezielle, teure Elektrolyte erfordern.
1. Titan und seine Legierungen: Obwohl kompatibel, ist Titan oft das teuerste Substrat für Arc-Anodizing. Der Prozess erfordert spezielle Elektrolytchemien (z. B. phosphatbasiert anstelle von silikatbasiert) und präzise Steuerung der elektrischen Parameter, um bestimmte Farben oder funktionale Eigenschaften zu erzielen. Zudem ist der Wert der Titan-Komponente hoch, und jedes Risiko beim Bearbeiten eines teuren Teils wird berücksichtigt. Die Haupttreiber sind die spezialisierte Chemie und die geringere Prozessdurchsatzrate im Vergleich zu Aluminium.
2. Magnesiumlegierungen: Arc-Anodizing von Magnesium ist entscheidend für den Korrosionsschutz, bringt jedoch besondere Herausforderungen mit sich. Der Prozess erfordert oft komplexere, gefährliche und teure Elektrolytformulierungen, um die hohe Reaktivität von Magnesium zu kontrollieren. Auch das Stromversorgungsschema muss angepasst werden, um ein „Verbrennen“ des Substrats zu verhindern, was zu längeren Zykluszeiten und geringeren Chargenausbeuten führen kann.
3. Herausfordernde Aluminiumlegierungen: Unter den Aluminiumsubstraten sind hochkupferhaltige Legierungen (z. B. 2024) oder hochsiliziumhaltige Druckgusslegierungen wie A380 teurer in der Verarbeitung. Um eine zufriedenstellende, schützende Beschichtung auf diesen Materialien zu erzielen, sind längere Prozesszeiten und ein höherer Energieaufwand erforderlich, um die störenden Effekte von Kupfer oder Silizium auszugleichen, was die Stückkosten erhöht. Die Verwendung einer kompatibleren, aber weniger gießbaren Legierung wie A360 kann zwar einen höheren Materialpreis erfordern, führt jedoch oft zu einem effizienteren und zuverlässigeren Anodisierungsprozess.
Der Endpreis hängt von mehreren miteinander verknüpften Faktoren ab:
Energieverbrauch: Arc-Anodizing ist von Natur aus energieintensiv. Jeder Faktor, der die Prozesszeit verlängert (wie eine schwierige Legierung oder eine sehr dicke Beschichtungsspezifikation), multipliziert die Stromkosten.
Teilegeometrie & Oberfläche: Komplexe Teile mit einem hohen Oberflächen-zu-Volumen-Verhältnis sind teurer, da sie mehr Energie und Elektrolyt verbrauchen und eventuell spezielle Spannvorrichtungen erforderlich machen.
Beschichtungsspezifikation: Die Anforderung einer außergewöhnlich dicken Beschichtung (z. B. >75 µm) oder einer Beschichtung, die strenge Qualitätstests wie 1000 Stunden Salzsprühprüfung bestehen muss, erhöht die Kosten erheblich.